Die Verweildauer misst, wie lange ein Besucher auf einer Seite oder Website bleibt. Sie gilt als Hinweis darauf, ob ein Inhalt hält, was das Suchergebnis versprochen hat: Wer nach wenigen Sekunden zurück zur Trefferliste springt, hat offenbar nicht gefunden, wonach er suchte.
Die Kennzahl ist mit Vorsicht zu lesen. Klassische Web-Analyse errechnet die Dauer aus dem Abstand zwischen zwei Seitenaufrufen, weshalb die letzte Seite eines Besuchs traditionell mit null Sekunden zählte, auch wenn jemand zehn Minuten darauf gelesen hat. Neuere Systeme umgehen das über regelmäßige Aktivitätssignale. Hinzu kommt: Eine lange Verweildauer kann Vertiefung bedeuten oder Verwirrung, eine kurze rasche Zufriedenheit oder Enttäuschung. Ohne den Zusammenhang mit Absprungrate und Conversion Rate sagt sie wenig.
Ob Suchmaschinen die Verweildauer als Rankingfaktor verwenden, ist öffentlich nicht bestätigt. Google hat wiederholt widersprochen, dass Kennzahlen aus der Web-Analyse direkt in das Ranking einfließen. Als Diagnosewerkzeug für die eigene Seite bleibt sie trotzdem nützlich.