Ein Cap Table ist die Übersicht aller Anteilseigner eines Unternehmens samt Beteiligungsquoten, Anteilsklassen und den daran hängenden Rechten. Neben den ausgegebenen Anteilen werden auch potenzielle Anteile geführt, etwa aus Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen, Wandeldarlehen oder Optionen, sodass die verwässerte Quote sichtbar wird.
Mit jeder Finanzierungsrunde wird der Cap Table fortgeschrieben: Neue Anteile entstehen, bestehende Quoten sinken anteilig, und Sperrfristen sowie Vesting-Regelungen bestimmen, wann Anteile endgültig zustehen. Investorinnen und Investoren sehen sich die Tabelle früh an, weil eine zersplitterte oder unklare Struktur spätere Runden erschwert.
In Österreich ergibt sich der rechtlich maßgebliche Stand bei der GmbH aus Firmenbuch und Gesellschaftsvertrag; der Cap Table ist die betriebswirtschaftliche Darstellung daneben und bildet auch Vereinbarungen ab, die im Firmenbuch nicht ersichtlich sind. Geführt wird er häufig als Tabellendokument, ab einer größeren Zahl an Beteiligten jedoch besser in einer Software mit Versionsstand und nachvollziehbarer Änderungshistorie.