Uptime ist die Zeit, in der ein System läuft und erreichbar ist; als Kennzahl beschreibt sie den Anteil an der Gesamtzeit in Prozent. Die Neunen täuschen dabei leicht: 99,9 % Verfügbarkeit erlauben knapp neun Stunden Ausfall im Jahr, und jede weitere Neun macht Architektur und Betrieb spürbar aufwendiger. Vertraglich zugesagt wird die Verfügbarkeit im Service Level Agreement, samt der Frage, ob Wartungsfenster mitzählen.
Gemessen wird per Uptime-Monitoring: Ein Dienst ruft die Website oder Anwendung in kurzen Abständen ab und schlägt Alarm, wenn sie nicht antwortet; das reicht von der einfachen Erreichbarkeitsprüfung bis zur inhaltlichen Kontrolle, ob die Seite auch das Richtige liefert. Ohne Monitoring erfährt ein Betrieb von Ausfällen dann, wenn Kunden anrufen.
Bei der Einordnung zählt der Bezug: geplante Wartung oder ungeplanter Ausfall, das ganze System oder nur ein Teil davon. Für eine Unternehmenswebsite genügt meist ein einfacher Monitor mit Benachrichtigung; wer vom laufenden Betrieb lebt, plant Hochverfügbarkeit gleich in die Architektur ein.